Kirchentag in Hannover

Zum ersten Mal seit 20 Jahren fand der Evangelische Kirchentag wieder in Hannover statt. Ob auf dem Messegelände oder in der Innenstadt, überall fand man Stände und Verantstaltungen. Vier Schüler aus der Klasse 9d waren da. Das Highlight: Das Interview von Bundespräsidenten Horst Köhler über seine Ansichten von Religion und das plötzliche Auftauchen Guido Westerwelles im Markt der Möglichkeiten.

Der erste Programmpunkt fand im Deutschen Pavillion auf dem Messegelände statt. „Jugendliche befragen Promis über ihre Religion“, hieß es. Trotz der riesigen Halle war alles ziemlich überfüllt, so dass schon 5 Minuten vor Beginn die Eingänge gesperrt wurden. Wolfgang Schäuble und eine andere Politikerin wurden als erstes befragt.

Die Lage hatte sich nach einer halben Stunde wieder beruhigt, bis ein schwarzer Wagen mit dem Kennzeichen 01 auftauchte und ein Raunen durch die Halle ging. Bundespräsident Horst Köhler war da und setzte sich zum Entsetzen seiner Bodyguards erstmal mitten ins Publikum. In dem anschließenden Interview ging er oft auf das Thema Afrika und Sudan ein. Er meinte, die Menschen, die dort leben, sind die mental stärksten, die er kennen gelernt hatte. Auf die Frage, was Glück für ihn ist, meinte er: “ Wahres Glück ist, dass ich seit 36 Jahren glücklich mit meiner Frau verheiratet bin.“

Leider war die Zeit wieder mal viel zu kurz und nach einer Stunde verschwand er dann auch wieder.

Stunden später tauchte dann schon der nächste Politiker auf. Guido Westerwelle tauchte am Markt der Möglickeiten auf und ließ sich interessiert die Themen der einzelnen Stände erklären. Am Ende flüchtete er dann aber doch in den nächsten Pavillion, da immer mehr Leute erschienen um ein Foto zu ergattern.

Alles vom Kirchentag an einem Tag zu sehen, war unmöglich. Schon allein auf dem großen Messegelände musste man sich beeilen um alles zu sehen. Man sollte da gewesen sein, auch wenn man nicht religiös ist.

Juliane Tyssen

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