Gedicht: Gedanken zu Hiroshima

Biljana Vicic

Wer ließ es gedeihen
Befürchtungen
Explosion
Triumphierende
Weinende
Werden die Tränen trocknen oder
Werden sie fließen
Weiterfließen
Die Bäume verdörren lassen
Verschonte Seelen hören und leiden.

Keine großen Gedanken
Bilder rücken in den Vordergrund
Schockierte Gesichter
Schwache Erinnerungen
Weiter währende Trauer
Konfrontation mit der Befürchtung
Ruft die Erinnerungen hervor
Lachende Münder quälen sich
Zu einem Mitleidsgesicht
Betroffen für einen Augenblick
Vergessenheit
Die das Schweigen durchbricht.

Bäume wachsen weiter
Verdörren durch das Gift
Welches in unserem Garten gedeiht
Der Blick ist geradeaus gerichtet
Gibt Zeilen, Bilder, Geschichten
Die davon erzählen.

Man weiß es einfach
Gibt Zeiten der Sorge
Bei manchen währt sie
Bei anderen
Nur ein Tropfen im Auge
Vergossen
Und damit all die Verpflichtungen
Von den Schultern geschüttelt.

Kenntnisbefreit

Schweifende Gedanken schwirren umher
Ein neues Kapitel wird aufgeschlagen
Der Blick wieder nach vorne gerichtet
Ein Blinzeln nach hinten
Es folgt uns
Bald ist kein Umdrehen mehr nötig
Wenn uns das Vergessene eingeholt hat.

Unerwartete Wiedergeburt

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