„Geburtsort: Postfach 1663“

Das Manhatten-Projekt war Mutter der Atombombe

„Postfach 1663“ war in den 40er Jahren die geheimste Adresse in den USA. Dass es sich dabei um eine Entwicklungsstadt für amerikanische Atombomben handelte, war weitaus unbekannt. In Los Alamos, auf einer Hochebene in New Mexico, wurde unter anderem die Atombombe „Trinity“ entwickelt, die später über Hiroshima abgeworfen wurde.

Zuvor wurde die Bombe auf dem Raketenübungsgelände Alamogoro getestet. Das Ergebnis war ein drei Meter tiefer und 330 Meter breiter Krater, wo durch ca. 20 Kilotonnen TNT der Sand zu grünlichem Glas geschmolzen war, ein 12 Kilometer hohen Atompilz und eine 40 Sekunden später folgende Schallwelle, die auch noch in 60 Kilometer Entfernung zu spüren war. Dies alles war das Ergebnis des höchst geheimen Manhattan Projektes der USA.

1938 entdeckten Forscher in Deutschland die Kernspaltung und wie man diese zum Bau einer Bombe nutzen könnte. Über geflüchtete deutsche Wissenschaftler erfuhr US-Präsident Franklin D. Roosevelt davon. Die US-Regierung beschloss daraufhin, selbst mit Hochdruck an einer Atombombe zu bauen, um auf einen deutschen Angriff vorbereitet zu sein.

Der Physiker Robert Oppenheimer wurde beauftragt, dieses Projekt zu leiten. Zu seinem Team gehörten die besten Physikern und Ingenieure ihrer Zeit, wie z.B. Enrico Fermi, Nils Bohr, Edward Teller, Hans Bethe oder auch Albert Einstein.

In den folgenden Jahren wurde mit Hochdruck an einer solchen Bombe gebaut. Am 16. Juli 1945 wurde die erste Atombombe der Welt gezündet.

Die Forscher waren sehr zufrieden mit dem Ergebnis der Detonation, weil niemand genau wusste, was bei dem Abwurf einer Atombombe zu erwarten war. Nun konnten die Deutschen kommen. Diese hatten es aber nicht so weit geschafft wie die Amerikaner, sie hatten keine Atombombe.

Was war nun mit dem Manhatten-Projekt, war es umsonst gewesen? Nein, die Amerikaner beschlossen, die Bombe als Druckmittel für die Kapitulation der Japaner einzusetzen: sie warfen eine Bombe über Hiroshima und später auch über Nagasaki ab.

Es wurden noch weitere kleinere, nicht so gefährliche Atombomben über verschiedenen Städten auf der ganzen Welt abgeworfen, da auch Russland es nach einiger Zeit geschafft hatte, Atombomben zu bauen. Damals wusste aber noch keiner, was für schlimme Folgen der Abwurf einer solchen Atombombe hat: sie ruft nicht heilbare Krankheiten hervor, tötet Lebewesen, auch noch nach Jahren des Abwurfes, verseucht Pflanzen und Wasser, die Radioaktivität ist erst nach Tausenden von Jahren vollkommen weg und zudem kommt noch die Missbildung von Kindern hinzu, deren Mütter in radioaktiv verseuchten Gegenden lebten.

Bis heute sind noch nicht alle Folgen eines solchen Atombombenabwurfes bekannt, aber man hat daraus gelernt: Atombomben sind strengstens verboten und fast alle Länder der Welt halten sich daran. Trotzdem unterstellte Amerika dem Irak 2001 Atombomben zu haben und da diese keine Einblicke in ihre Unterlagen erlaubten, wurden sie auf Grund der Gefahr hin, dass erneut ein Atomkrieg ausbricht, von den USA angegriffen (Irakkrieg).

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