124 Abiturientinnen und Abiturienten verabschiedet

Schulleiter Karsten Fahrenkamp hatte in seiner Festansprache zur Verabschiedung der Abiturientinnen und Abiturienten wieder nach den kulturellen Hintergründen des Abi-Mottos gesucht und Bemerkenswertes gefunden. „Abiloha“ geht zurück auf alte hawaianische Traditionen. Die indigene Bevölkerung verband damit gegenseitige Hochachtung, Respekt und gute Wünsche. Vieles von dem habe dieser Abiturjahrgang selbst praktiziert und solle ihm mit auf den weiteren Lebensweg gegeben werden.

Schulleiter Karsten Fahrenkamp erinnerte in seiner Ansprache zur Verabschiedung der 124 Abiturientinnen und Abiturienten am 19. Juni 2009 daran, dass vor 50. Jahren der erste Abiturjahrgang mit 24 Schülerinnen und Schülern im Gymnasium Blomberg verabschiedet worden sei. 20 Jungen und 4 Mädchen schafften damals das Abitur und konnten einer sicheren Karriere entgegensehen, da insgesamt nur 7,4 Prozent der Jungen und 3,8 Prozent der Mädchen eines Jahrgangs Abitur machten. Heute seien die Mädchen deutlich in der Mehrheit und in NRW machten nicht weniger als 53 Prozent eines Jahrgangs Abitur. Die Konkurrenz um die Zukunftschancen sei deshalb heute natürlich viel höher. Dennoch sei er überzeugt, dass auch die heutigen Abiturientinnen und Abiturienten – trotz gegenwärtiger Wirtschaftskrise – hervorragende Zukunftschancen hätten. Er traue dem Jahrgang 2009 die nötige Flexibilität, das vorausschauende Planen und die Balance zwischen persönlichen Vorlieben und gesellschaftlichen Anforderungen ohne weiteres zu.

Die Abiturentia 2009 sei ein guter Jahrgang. Es gebe dreimal die Traumnote 1,0 und nicht weniger als 29 Mal eine Note unter 2,0. Aber auch eine 3,5 könne persönlich eine hervorragende Leistung gewesen sein. Hinzu komme bei vielen großes soziales und kulturelles Engagement, sei es im Bereich der Musik, bei den Aufführungen der Literaturkurse oder beispielhaft durch Mariel Matyschok mit der Entwicklung eines neuen Schullogos.

Die Stufenleitung hatte sich etwas ganz Besonderes einfallen lassen. Regina Trettow und Maurice Weykamp moderierten eine Fernsehsendung im Sender HVG über das harte zweijährige Ringen beim „Blomberg Summit“ um zukunftsweisende Ergebnisse. Das Moderatorenpaar Angela und Moritz eröffneten dabei ganz neue Perspektiven auf das Geschehen während dieses internationalen Gipfeltreffens. Das Fernsehpublikum in der Aula quittierte diese Sendung mit großem Beifall.

In einer humorvollen Ansprache erinnerte Stufensprecher Christopher Vielhaus an einige „Highlights“ der Oberstufenzeit. Er hob die vielfältigen Erfahrungen heraus, die die Schülerinnen und Schüler durch den Unterricht machen durften und mussten, vergaß auch die Kursfahrten und gesellschaftlichen Anlässe nicht, die oft verbunden waren mit der Königsdisziplin, dem Feiern – die von Lehrerinnen und Lehrern übrigens geteilt worden sei. Nun komme es darauf an, im Vertrauen auf die eigenen Kräfte einen neuen Lebensabschnitt zu beginnen. „Wir können alles schaffen“, war Christopher Vielhaus überzeugt. Er erinnerte in diesem Zusammenhang an das indische Sprichwort „Rufe Gott an, doch lenke den Kahn selbst am Felsen vorbei“.

Der stellvertretende Bürgermeister Harry Thiel ermutigte die Abiturientinnen und Abiturienten dazu, auch einmal Umwege zu gehen oder Sackgassen zu riskieren. Das könne sich als wertvoller herausstellen, als nur so schnell wie möglich die Karriereleiter zu erklimmen.

Es schlossen sich für besondere Leistungen vielfältige Ehrungen an, im Mittelpunkt dabei die 1,0-Abiturienten und Abiturientinnen Sven Fasse, Katharina Glock, Christian Kraef und Johannes Hausmann mit 1,1. Für das Engagement als Stufensprecher/-in erhielten Mariel Matyschok und Christopher Vielhaus Buchgeschenke der Bürgerstiftung Blomberg.

Zum Schluss galt der Dank der Schülerinnen und Schüler vor allem der Stufenleitung mit Regina Trettow und Maurice Weykamp, die mit Blumen überhäuft wurden, sowie den Sekretärinnen und dem Hausmeister.
Die Feier klang aus bei einem Glas Sekt und dabei mit dem Austausch von Erinnerungen, aber mehr noch mit dem Blick in die persönliche Zukunft.

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