Grußworte von Herrn Dr. Müller an die Schüler*innen und Abiturient*innen des HVG

Liebe Schülerinnen und Schüler, liebe Abiturientinnen und Abiturienten!

Wir leben in besonderen Zeiten, von denen Ihr noch euren Enkeln erzählen könnt. Nach kurzer Zeit musstet Ihr euch auf völlig neue Umgebungs- und Lernbedingungen einstellen. Es ist beeindruckend mitzuerleben, wie praktisch von heute auf morgen unter der „Fernanleitung“ der Lehrer eigenständiges Lernen zu Hause stattfinden kann. Hierbei kommt es auf jeden Einzelnen von Euch in ganz besonderer Weise an: jeden Tag sich zu motivieren und Eigeninitiative zu ergreifen ist schon eine besondere Herausforderung. Für viele ist es sozusagen eine Vorwegnahme des Studiums: Selbstständiges Lernen erfordert ein ungewöhnliches Maß an Disziplin. Später im Studium ist jeder einzelne dafür ebenso verantwortlich, wie Ihr jetzt als Schüler. Deswegen ist das Motto: „Non scholae, sed vitae discimus“ („Nicht für die Schule, sondern für das Leben lernen wir“) aktueller denn je. An dieser Stelle sei darauf hingewiesen, sich bei Problemen mit dem digitalen Lernen an die zuständigen Lehrer oder den Klassen-, oder Stufenlehrer zu wenden. Der Kontakt kann auch über das Schulbüro hergestellt werden.

Natürlich ist es kein Zukunftsprojekt für die Ewigkeit, Schule von zu Hause im Fernkurs zu betreiben. Die Abiturienten machen den Anfang und bereiten sich auf Ihre Prüfungen vor. Je nach aktueller Entwicklung wird es nach und nach auch für andere Schüler wieder möglich sein, in die Schule zu gehen. In Bezug auf die geplante Maskenpflicht möchte ich aus ärztlicher Sicht darauf aufmerksam machen, dass die Masken nur ein Teil der Sicherheitsmaßnahmen sind. Trotz Masken müsst Ihr auch weiterhin die Abstandsregeln (1,5 Meter) und die „Husten- und Niesetikette“ (Husten und Niesen in die Ellenbeuge) beibehalten. Auch wenn es komisch klingt, die Wertschätzung dem anderen gegenüber zeigen wir aktuell durch Abstand und nicht durch Nähe.

Für die Kommunikation zwischen der Schule und Euch wird gegenwärtig die Homepage des HVG, die Plattform Moodle und der Email-Verkehr genutzt. Zukünftig wird an der Schule eine neue Kommunikationsplattform für Schüler-Schüler, Lehrer-Schüler und Lehrer-Lehrer namens iServ zur Verfügung stehen. Diese Plattform wird die Digitalisierung der Schule auch nach der Coronakrise deutlich beflügeln und viele Dinge einfacher machen.

Für den einen oder anderen hat die Coronakrise auch positive Seiten. Von vielen habe ich gehört, dass das Familienleben deutlich intensiver geworden ist, es finden Spieleabende statt, auch wird mal wieder mit Freunden analog telefoniert oder es finden Spaziergänge in die Natur unserer herrlichen Heimat statt.

Besonders Mut machen möchte ich unseren Abiturienten: Nicht nur Ihre Prüfungsvorbereitungen finden unter sehr speziellen Bedingungen statt, waren doch „der bunte Abend“, die „Mottowoche“ und der Abiball untrennbar mit dem Schulabschluss verbunden. Viele haben in der Vergangenheit nach dem Abitur Reisen durch Europa mit Interrail, oder ein Auslandsjahr z.B. in Australien oder Neuseeland absolviert. Hier fällt das Trösten schwer – aber wir sitzen weltweit in einem Boot. Erfreulicherweise ist die Infektionslage in Deutschland bisher im internationalen Vergleich nicht so folgenreich – hier hilft nur Abwarten, den Kopf nicht in den Sand stecken und die Planungen nach der gegenwärtigen Lage auszurichten. Den Abiturienten wünsche ich ausdrücklich einen erfolgreichen und guten Abschluss Ihrer Prüfungen.

Wir Eltern lieben Euch, sind stolz auf Euch und an Eurer Seite!

Bleibt gesund.

Dr. Rembert Müller

– Schulpflegschaftsvorsitzender –

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