Schülermeinungen zum ersten Interaktiv-Projekt auf gymnasium-blomberg.de

Die Klasse 10c wurde nach Abschluss des Projektes "Rechtsextremismus? Nein danke" nach ihrer Einschätzung des Forums auf der Schulhomepage gefragt.

Die Klasse hatte im FORUM auf der Schulhomepage zum Beispiel über die Bestrafung rechtsextremistischer Gewalttäter diskutiert und auf diesem Wege Fragen an einen Mitarbeiter der Staatsschutzabteilung der Bielefelder Polizei zu seinen Erfahrungen mit rechtsextremistischen Straftätern gestellt.

Allein in den ersten vier Wochen der Interaktionen im FORUM gingen 436 Beiträge ein. Es wurden eine Reihe neuer Fragen ins Netz gestellt, zu denen sich dann einzelne Schülerinnen und Schüler unter ihren Spitznamen äußerten. 83 Prozent der Schülerinnen und Schüler äußerten sich positiv mit Formulierungen wie "Die interaktiven Möglichkeiten im FORUM fand ich gut." Die Hälfte der SchülerInnen betonten, dass es gut sei, unter einem Nickname die Meinung sagen zu können. Dann traue man sich mehr zu sagen und es gebe weniger Vorurteile.

Es sei auch gut, zu selbst gewählten Zeiten die Meinungsäußerungen der anderen noch einmal in Ruhe lesen und zu passender Zeit beantworten zu können. Zuhause könne man nebenbei sogar Musik hören.

Von mehreren wurde ein Vorteil darin gesehen, dass auf diesem Wege neue Informationsmöglichkeiten eröffnet worden seien, insbesondere durch die aufgelisteten Links. Positiv wurden auch die Möglichkeiten des "Expertenforums" gesehen, auch wenn der Austausch mit dem Bielefelder Polizisten erst relativ spät zustande gekommen sei.

Einige SchülerInnen fanden das FORUM anfangs gut, später nicht mehr so toll und eher langweilig.

Manche halten das FORUM mit den relativ vielen Themen (jeder kann ein neues Thema eröffnen) für zu unübersichtlich.

Kritisch angemerkt wurde von vielen, dass noch nicht alle SchülerInnen zuhause einen Internet-Anschluss haben und in der Schule bisher nur ein einziger Internet-Computer zur Verfügung steht.

Auch untereinander gab es Kritik. Einige bemängelten, dass das Engagement der einzelnen SchülerInnen doch sehr unterschiedlich gewesen sei. Angeblich haben einige das FORUM regelrecht boykottiert.

Die Meinungen zum Projekt insgesamt fielen etwas unterschiedlicher aus. Aber immerhin haben auch noch 73 Prozent der Klasse diese Arbeit für sinnvoll bzw. recht gut gehalten, bei der etwas gelernt worden sei. Gut sei die Teamarbeit gewesen, meinten einige.

Einige stellen die Chancen auf einen Gewinn im Rahmen des Wettbewerbs der Bundeszentrale für politische Bildung heraus.

Nur eine Meinungsäußerung fand das Projekt schlicht "nicht gut", drei urteilten mit "teils/teils". Kritik wurde an der Arbeitsaufteilung innerhalb der Klasse geübt. Manche hätten sehr viel gearbeitet, insbesondere auch bei der Fertigstellung der Wettbewerbsarbeit, andere dagegen eher wenig. Überhaupt hätte die Organisation der Arbeit verbessert werden können. Einigen fehlte genügend Zeit für die Bearbeitung von Texten und Aufgaben, andere fanden die Dauer der Beschäftigung mit dem Thema aber auch zu lang.

Andere fanden es nicht gut, dass auf Anweisung des Lehrers auch Aufgaben bearbeitet worden seien, die nicht unbedingt zur Wettbewerbsaufgabenstellung gehört hätten.

Einige vermissten die Aktionen am Ende des Unterrichtsprojekts.

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