T-Online-Unverschämtheit: Schule ohne Internet-Zugang

Kommentar

Seit mehr als einer Woche hat unsere Schule keinen Internet-Zugang mehr. Zunächst wurde fieberhaft nach internen Fehlern gesucht, bis sich herumsprach, dass T-Online ohne Benachrichtigung den Zugang gekappt hatte. Bei Nachfragen in der zuständigen Detmolder Niederlassung gab man sich ahnungslos. Niemand wusste etwas oder wollte verantwortlich sein. Es scheint so, als ob die Schule mit Hilfe etlicher Formulare einen neuen Anschluss beantragen soll.

Das Verhalten dieses Unternehmens kann nur als unverschämt bezeichnet werden. Als es darauf ankam, möglichst viele neue Kunden zu gewinnen, sah man die Schulen als Einstiegshilfe für private Anschlüsse an. In der Öffentlichkeit stellte man sich als gemeinwohlorientiertes Unternehmen dar, das zeitgemäße Bildungsanstrengungen unterstützen wollte.

Auf der T-Online-Homepage heißt es:“ T-Online nimmt seine gesellschaftliche Verantwortung als Unternehmen wahr. Wir erweitern die Möglichkeiten des Internet ständig und erschließen seinen Nutzen für die Gesellschaft. Beispielsweise sind dank der Aktion „T@School“ alle rund 34 000 Schulen in Deutschland ans Internet angeschlossen.“

Diesen großen Worten folgen nun diese unverschämten Taten.

Die Zahl der Internet-Anschlüsse ist in den letzten Jahren drastisch gestiegen. Andere Wege der Werbung sind wahrscheinlich effektiver.

Wenn es in unserer Marktwirtschaft noch eine Marktmacht der Kunden gibt, sollte man allen T-Online-Kunden raten, sofort den Anbieter zu wechseln.

Rolf Eickmeier

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