John Darnton, Tal des Lebens

Autor: John Darnton

Übersetzung von: Wulf Bergner und Bernhard Robben

Original Titel: Neandertal

Erscheinungsjahr und –ort: 1996; C. Bertelsmann Verlag GmbH, München

Informationen zum Autor:

Der amerikanische Journalist John Darnton, geboren 1941 in New York City, arbeitete über 30 Jahre für die New York Times, unter anderem als Auslandskorrespondent. 1982 erhielt er den Pulitzer Preis für eine seiner Reportagen über das Kriegsrecht in Polen. Sein erster Roman „Neandertal – Tal des Lebens“ eroberte die internationalen Bestseller-Listen.

Inhalt:

Im Pamirgebirge verschwindet unter mysteriösen Umständen ein berühmter Wissenschaftler. Als letztes Lebenszeichen schickt er ein Paket. Der Inhalt: ein Schädel eines Neandertalers, die seit über 40.000 Jahren als ausgestorben gelten. Aber der Schädel soll erst 25 Jahre alt sein. Eine geschickte Fälschung? Oder die Bestätigung einer unglaublichen Vermutung – das nämlich ein Neandertaler-Stamm bis heute überlebt hat?…

Charakterisierung:

In diesem Roman ist das typische Schwarz-Weiß-Prinzip zu finden. Es gibt die Guten und die Bösen. Die fünf Hauptcharaktere in diesem Buch haben durchaus ihre Unterschiede, sodass sich fast jeder in einer dieser Personen wiederfinden kann. Im Laufe der Geschichte lernt man die Personen immer besser kennen und einzuschätzen, was die Geschehnisse aber nicht durchschaubar macht.

Sprachliche Mittel und Wirkungsabsicht:

John Darnton erzählt seinen Roman aus der autorialen Erzählperspektive. Das Buch ist gut recherchiert und somit vermittelt es den Eindruck, dass der Erzähler genau weiß, wovon er spricht.

Die Geschichte hat er außerdem sehr lebhaft und bildlich mit vielen Adjektiven gestaltet. Obwohl die Geschichte eine Fiktion ist, kann man sich sehr gut in die Welt der Neandertaler versetzen.

Auch die besondere Fähigkeit der Neandertaler wurde gut dargestellt und ist nachzuvollziehen. John Darnton hat Fiktion und Vergangenheit hervorragend miteinander kombiniert.

Die Geschichte ist eine Fiktion und dient damit zur Unterhaltung und durch eine gewisse Grund-spannung wird der Leser in ihren Bann gezogen. Durch die besondere Fähigkeit der Neandertaler wird der Leser zum Nachdenken über die Menschheit und ihr Verhalten angeregt.

Empfehlung:

Eine spannende und wissenschaftlich faszinierende Lektüre, die alle Zutaten für einen Kassenknüller enthält: Spannung, Liebe, Tragik.

In einer Verlagswerbung heißt es: „Auf einem atemberaubenden Trip in die Vergangenheit lässt Darnton seine Leser an einer Expedition auf das Dach der Welt teilhaben. Zwischen Zweifel, Staunen und Todesangst erleben zwei Wissenschaftler einen Trip in eine ausgestorben geglaubte Welt. Sie begegnen Menschen, die in ihrem Verhalten und in ihrem Wesen so verschieden im Vergleich zu uns intelligenten und gebildeten Wesen sind – oder doch nicht?! Schau in den Spiegel und Du erkennst dich in der Geschichte wieder.“

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