Klassenfahrt nach Kehl – sehr empfehlenswert

Klasse 8b

29.08.2005- „Endlich geht es los!“ Das dachten bestimmt alle aus unserer Klasse, als der Zug, der uns nach Kehl brachte, um 09.10 Uhr aus dem Bahnhof in Schieder rollte. Vor uns lag eine Woche voller Spaß und Abenteuer mit Frau Éidmann und Herrn Friedrich.

Die lange Fahrt mit der Bahn verlief ruhig ohne Zwischenfall, wir hatten Spaß. Die erste Schwierigkeit, die Koffer nach Ankunft in Kehl am Bahnhof in ein Taxi zu hiefen, hatten wir schnell gemeistert. Angekommen in der modernen Jugendherberge, die auf dem ehemaligen Gelände der Landesgartenschau liegt, wurden die Zimmer eingeteilt und die Koffer ausgepackt. Nach dem stärkendem Abendessen machten wir einen kleinen Erkundungsspaziergang durch Kehl. Anschließend plumpsten wir dann auch schon in unsere Betten.

Für den nächsten Tag war eine Rallye durch die Innenstadt von Kehl geplant. Ausgerüstet mit Stift und Fragebogen begaben wir uns in die Stadt. Anhand des Fragebogens sollten wir Erkundungen über Kehl anstellen. Die Rallye ging bis in den frühen Nachmittag. Danach hatten wir uns bei herrschender Hitze einen schönen Aufenthalt im Freibad verdient. Zwar gab es zwischendurch einen kleinen Unfall, bei dem ein Gang zum Arzt erforderlich war, aber das war auch nicht allzu schlimm.

Nach dem Abendessen konnten wir dann machen, was wir wollten. Manche fuhren auf dem See direkt vor der Jugendherberge Tret- oder Ruderboot, andere machten einen kleinen Spaziergang, kletterten auf den Turm neben der Jugendherberge oder genossen einfach das schöne Wetter.

Am Mittwoch fuhren wir über die Europabrücke ins französische Straßbourg. Jetzt waren unsere Französischkenntnisse gefragt. Wir hatten eingeplant in ein elsässisches Museum und in den Dom zu gehen. Im Dom gibt es eine riesige Uhr. Immer um 12.30 Uhr gibt es ein Vorspiel mit kleinen Figuren, die aus der Uhr heraustreten. Dieses haben wir uns angeguckt. Das Vorspiel handelt von Jesus, den zwölf Aposteln und dem Tod. Nach dem Vorspiel durften wir den ganzen Nachmittag durch die Stadt schlendern. Am Abend fuhren wir mit dem Linienbus wieder zurück nach Kehl. An diesem Abend gingen wir früh ins Bett, da wir am nächsten Morgen schon um 06.00 Uhr aufstehen mussten.

Der nächste Tag war das Highlight auf unserer Klassenfahrt. Wir fuhren nämlich in den „Europa-Park Rust“. Im Europa-Park teilten wir uns in Gruppen auf, die dann durch den Park gehen durften. Die richtigen Freaks in unserer Klasse liefen gleich zu der gigantigsten Achterbahn des Parks, der „Silver-Star“. Nach der „Silver-Star“ wurden dann erst einmal die Attraktionen abgeklappert, die am interessantesten aussahen. Das Dumme bei den großen Achterbahnen, Wildwasserbahnen und anderen Attraktionen war immer, dass man so lange anstehen musste, teilweise sogar bis zu 75 Minuten.

Gegen 17.00 trafen wir uns wieder am Ausgang. Einige Schülerinnen kamen triefend nass wieder, denn sie konnten nicht widerstehen durch ein paar Wasserfontainen, die aus der Erde kamen, zu springen. Aber das war bei dieser Hitze kein Problem, denn im Nu waren sie wieder trocken. Als wir in der Jugendherberge ankamen, durften wir noch in andere Zimmer zum Reden gehen, denn Abendbrot gab es nicht mehr.

Am Freitag fuhren wir erneut nach Straßbourg. Noch einmal gingen wir zum Dom, doch diesmal nicht in den Dom, sondern auf den Dom. Wir gingen den Turm hoch auf eine Plattform, von der aus man über Straßbourg blicken konnte.

Nach der Turmbesichtigung schlenderten wir runter zum Rhein. Dort wartete schon ein Boot, mit dem wir durch die Stadt schipperten und alles nicht nur besichtigen konnten, sondern wir bekamen auch eine Erklärung durch Kopfhörer zu bestimmten Stadtteilen und Gebäuden. Wieder durften wir nach einer halben bis einstündigen Fahrt durch die Stadt gehen. Diesmal versammelten sich drei bis vier Gruppen vor einem Supermarkt und redeten oder alberten herum.

Am späten Nachmittag kamen wir wieder in Kehl an. Dort hatten wir noch die Möglichkeit kurz in die Innenstadt zu gehen. Die kleine Überraschung war dann noch, dass wir für die Abendvorstellung ins Kino durften. Wir hatten die Auswahl zwischen den Filmen „Frau mit Hund sucht Mann mit Herz“, Verliebt in eine Hexe“ und „Transporter- the Mission“. Im Endeffekt stellten wir fest, dass wir alle Filme ein bisschen langweilig fanden. Der letzte Abend in der Jugendherberge wurde für viele noch ein langer. Keiner hatte Lust schon schlafen zu gehen.

Am Samstag hieß es, „Wieder nach Hause“! Die Meinungen waren geteilt, die einen wollten noch länger bleiben, die anderen wollten nach Hause und hatten keine Lust mehr. Gegen 09.00 Uhr fuhr unser Zug in Richtung Heimat. Zwar fuhr er uns nicht direkt ins schöne Lipperland, weil wir noch öfters umsteigen mussten, aber wenigstens in die richtige Richtung.

Sehr gut gelaunt, mit Freudengebrüll, kamen wir wieder zu Hause an. Unsere Eltern erwarteten uns schon. Als Dankeschön erhielten Frau Éidmann und Herr Friedrich jeweils einen kleinen Blumenstrauß.

Und so schnell ging eine Woche vorbei, bei der ich denke, dass alle sie klasse fanden. Unsere Klassenfahrt ist auf jeden Fall zu empfehlen, für alle, die auch mal Kehl und Umgebung kennen lernen möchten.

Rabea Fuchs