Das Manhattan-Projekt

Zu Beginn des zweiten Weltkrieges gründete das „State Department“ das „Advisory Comitee on Uranium“. Dieses Projekt unterlag der militärischen Geheimhaltung. Das Ziel war die Entwicklung und der Bau einer Atombombe.

Unter der Leitung von General Leslie Groves, für den militärischen Teil, und Robert Oppenheimer, für den wissenschaftlichen Teil, erforschten 130.000 Menschen die Zerstörungskraft der Kernspaltung und wie man sie militärisch nutzen kann.

Die zentralen Fragen der Forschung waren: Wie kann man eine kontrollierte Kernspaltung steuern? Wie kann man das benötigte Material in ausreichender Menge produzieren? Wie kann aus dem gewonnen Material eine Waffe gebaut werden?

Die atomaren Experimente wurden am 9.11.1941 beendet, und es wurde der Bau einer Atombombe beschlossen. Das „Advisory Comitee on Uranium“ bekam einen neuen Tarnnamen: „Manhattan District Projekt“. Leslie Groves war der alleinige Leiter. Groves ließ den ersten Kernreaktor der Welt bauen. Julius Oppenheimer wurde 1943 zum wissenschaftlichen Leiter ernannt.

Präsident Truman, der neu in seinem Amt war, erfuhr erst am 25.4.1945 von Außenminister Harry Stimson und Leslie Groves von dem Manhattan-Projekt und dem Atombombenprojekt: Truman und Stimson waren der Meinung, dass am Ende des Zweiten Weltkrieges mit Hilfe der Atombombe eine starke US-Position in der Welt erreicht werden könnte.

Die erste Atombombe mit dem Codenamen „Trinity“ wurde am 16.7.1945 getestet. Auf der Jornada del Muerto-Ebene in der Alamogordo-Wüste. Sie hatte eine Sprengkraft von 21 Kilotonnen TNT. Über die Zerstörungskraft der Hitze und der Druckwelle waren alle überrascht.

Am 6.8.1945 wurde zum ersten Mal eine Atombombe zu einem kriegerischen Zweck abgeworfen. Auf die japanische Stadt Hiroshima.

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