Filmkommentar: Ethel und Julius Rosenberg

Eigene Stellungnahme:

Meiner Meinung nach war der Justizmord an Ethel und Julius Rosenberg in der Zeit des Kalten Krieges nicht berechtigt. Gegen Ethel lag faktisch nichts vor außer der belastenden Aussage ihres Bruders, der diese später zurück zog, da er sie nur getätigt hatte, um von sich und seiner Frau abzulenken. Somit wäre es nicht nötig gewesen zwei kleinen Jungen ihre Mutter zu nehmen. Auch die Fakten gegen Julius waren zurechtgedreht worden, um ihn unter Druck zu setzten und Namen verbündeter seinerseits heraus zu bekommen.

Ich kann nicht verstehen warum der damalige US-Präsident Dwight Eisenhower die welt-weiten Massenproteste übersehen hat oder sogar übersehen wollte. Auch die vielen Namenhaften Juristen, die schwerwiegende Zweifel an der Fairness des Prozesses äußerten, ließen ihn nicht vor der Hinrichtung zurückschrecken. Genauso wie der extra einberufene internationale Justizausschuss, der einen neuen Prozess vor einem internationalen Gerichtshof forderte, konnte ihn nicht daran hindern, was ich keines Wegs nachvollziehen kann.

Es gibt einige Parallelen zu einem anderen Fall: der Fall Sacco und Vaneztti. Die beiden italienischen Einwanderer wurden 1921 in Boston in einem Mordprozess zum Tode verurteilt. Diese Fall wurde erst vor wenigen Jahren neu aufgerollt und die beiden Männer wurden rehabilitiert. Bei all dem was man heute weiß und nachträglich herausgefunden hat, wäre dies im Falle der Rosenbergs längst überfällig.

– Ann-Katrin Brause

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