Andreas Steinhöfel, Trügerische Stille, Carlsen Verlag, Hamburg, 2004

Urlaub am See mit der ganzen Familie, einschließlich Oma?? Zum Abgewöhnen, findet die 15-jährige Pola, die Michael liebt und viel lieber zu Hause bliebe. Schließlich könnte sich ihr neuer Freund während ihrer Abwesenheit in ein anderes Mädchen verlieben.

Mit Fassung trägt Logo, 14, das Familienunternehmen; er fühlt sich verantwortlich für die Zwillinge Husch und Margarete. Seiner Meinung nach geht Mutter zu wenig liebevoll mit den Vierjährigen um. Logo genießt die Tage beim Segeln mit seinem Vater, findet beim Schwimmen schnell einen Freund, aber richtig spannend wird es erst, als ein Mädchen auftaucht. Er ist hin und weg von ihr, obwohl sie nur einen kurzen Blick und ein Lächeln ausgetauscht haben.

Er trifft sich mit ihr am See, aber Carla gibt sich plötzlich verschlossen und unnahbar. Erst nach einer ganzen Weile versteht Logo die Zurückhaltung des Mädchens. Offensichtlich wird sie von ihrem Vater misshandelt…

Der bekannte Jugendbuchautor Andreas Steinhöfel schildert in seinem Roman „Trügerische Stille“ einfühlsam die Beziehungen zwischen Jugendlichen und die Probleme, denen sie ausgesetzt sind. Er schildert sie am Beispiel eines Ich-Erzählers, wodurch es ihm gelingt sehr viel Nähe zu den Personen zu schaffen.