Un stage pas comme les autres

DSC08004Am Sonntag, den 19 Januar, ging es in aller Frühe und mit gespannter Erwartung los, auf unsere ca. 12-stündige Fahrt nach Douai/Arras in Frankreich. Dort haben wir für zwei Wochen in Gastfamilien gelebt und unser Praktikum durchgeführt. Wir waren sechs Mädchen, die bereits in der Klasse 9e von Frau Filmar gefragt wurden, ob wir Lust hätten, unser Praktikum in Frankreich zu machen. Die Vorbereitungen waren zwar etwas aufwändiger als für ein normales Praktikum, aber wir wurden super unterstützt und es hat sich auf jeden Fall gelohnt! So saßen wir also im Zug, meisterten mehrere Zugwechsel und sogar eine Metrofahrt in Paris, lasen, hörten Musik, quatschten, trafen interessante Leute und kamen schließlich abends in Arras an, wo Madame Santi, unsere Organisatorin und Ansprechpartnerin in Frankreich die ersten drei von uns, die in Arras wohnen würden in Empfang nahm und mit ihren Gastfamilien bekannt machte. Dann kam sie zu uns restlichen Dreien in den Zug und hat uns alles erklärt und Stadtpläne überreicht.

Wie alle anderen sprach sie natürlich Französisch, wir waren schließlich nicht nur wegen des Praktikums in Frankreich, sondern vor allem auch, damit wir die Sprache üben konnten. Während der ganzen zwei Wochen kamen wir mit unserem „Schulfranzösisch“ aber ganz gut zurecht, da wir auch alle die Delf-AG besucht haben. Von Tag zu Tag fiel uns das Verstehen leichter und das Wörterbuch kam nur noch manchmal zu Einsatz. Viele von den Menschen, die wir während der zwei Wochen kennengelernt haben, konnten aber auch ein paar Brocken oder teilweise sogar sehr gut Deutsch und Englisch, sodass man sich immer irgendwie verständigen konnte. Während der zwei Wochen waren wir fast alle einzeln in Gastfamilien untergebracht, lebten dort zusammen mit den Familien und gingen von montags bis freitags zu unseren Praktikumsplätzen (Schulen, Grundschulen, Kindergarten, Museum, Kunstschule und biologische Fachschule). Dort konnten wir viele Kurse besuchen und mitgestalten, viel lernen, nette Menschen und Kinder kennen lernen und sehr viele Erfahrungen machen.

In den Mittagspausen, abends und am Wochenende unternahmen wir fast immer etwas mit unseren Gastfamilien. So war es zum Beispiel auch möglich, mit der Gastfamilie ins Kino zu gehen, gemeinsame Abende mit Unterhaltungen, Essen und Spielen zu verbringen oder mit den teilweise gleichaltrigen Kindern der Gastfamilie an Bandproben teilzunehmen bzw. das Jugendzentrum zu besuchen. Außerdem haben manche von uns sich während der Zeit auch untereinander getroffen. Dann ging es am Samstag, den 1. Februar, morgens wieder auf die lange Fahrt nachhause. Der Abschied von den lieb gewonnenen Praktikumsplätzen und Familien fiel uns nicht leicht, denn die zwei Wochen waren wie im Flug vergangen und haben uns sehr viel Spaß gemacht. Trotzdem freuten wir uns natürlich auch total, unsere Familien und Freunde wieder zu sehen! Abends erzählten wir dann noch ein wenig von unseren Eindrücke und vielen dann müde aber zufrieden ins Bett.

Das Praktikum hat uns allen sehr viel Spaß gemacht, wir haben neue, nette liebe Menschen kennen gelernt, viele Erfahrung gemacht und neue Eindrücke gesammelt. Hoffentlich ist es nächstes Jahr noch einmal für die jetzigen 9er möglich, dieses große Erlebnis zu erfahren! Lediglich der Praktikumsbericht auf Französisch und die lange Fahrt sind etwas anstrengend, aber auch da bekommt ihr Unterstützung und es lohnt sich trotzdem. Vielen Dank an das deutsch-französische Jugendwerk für die finanzielle Förderung unseres Projektes sowie an Frau Filmar und Madame Santi, die alles erst möglich gemacht haben!

Lena Rosenhäger, Stufe 10

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