Atombomben im zweiten Weltkrieg

Am Beispiel von Hiroshima, dem wahrscheinlich bekanntestem Einsatz von Atombomben, kann man sehen, welche zerstörerische Kraft hinter solchen ABC-Waffen steckt.

Zu der Zeit, als die Atombombe auf Hiroshima fiel, hatte Deutschland schon kapituliert. Japan aber wollte den Krieg zu Ende führen und nicht auf die Forderungen der USA, nämlich die sofortige Kapitulation, eingehen.

Hiroshima wurde ausgewählt, weil sich in der Stadt kriegswichtige Mitsubishi-Werften und ein Flottenhauptquartier befanden. Außerdem wollte man das Hauptquartier der Verteidigung des gesamten Südens Japans lahm legen und die Lagerung kriegswichtiger Güter zerstören. Hiroshima war Truppensammelpunkt und man konnte davon ausgehen, dass ziemlich viele Soldaten, aber auch Zivilisten sterben würden.

Die Stadt an sich bestand, bis auf die außen liegenden Industriegebiete, größtenteils aus Holzhäusern und man rechnete daher mit einem gewaltigen Feuersturm, der alles niederbrennen sollte.

Bis zum 6.August 1945 wurde Hiroshima von Bombenanschlägen verschont, um die volle Wirkung der Atombombe zu testen. Nachdem die Atombombe ,,Little Boy“ über Hiroshima detonierte, wollten die USA die Kapitulation und somit ein Ende des Krieges.

Japan aber weigerte sich und so wurde drei Tage später die nächste Atombombe über Nagasaki abgeworfen.

In Hiroshima starben durch die vom US-Flieger ,,Enola Gay“ abgeworfene Bombe 130.000 Menschen sofort und es gab 100.000 Verletzte. Noch bis heute gibt es Menschen, die an den Strahlungen erkranken und so steigt die Anzahl der Opfer auf offiziell 242.000 Tote.

Es gibt Vermutungen, dass die USA die Sowjetunion einschüchtern wollten, da der Kalte Krieg in absehbarer Zeit bevorstand. Ein zweiter möglicher Grund war wahrscheinlich, dass man den zweiten Weltkrieg so schnell wie möglich und mit klarem Gewinner bzw. Verlierern beenden wollte.

Julia Reker

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