Atombombentests und ihre gravierenden Folgen für die Menschen

Um für den Ernstfall gerüstet zu sein, testeten die Amerikaner sowie die Russen ihre Atombomben in speziellen Testgebieten.

Nach eigenen Angaben wurde nur in gesichertem Gebiet getestet, jedoch wurde mit der Zeit klar, dass dem nicht so war.

Ein trauriges Beispiel ist das ehemalige Atombombentestgelände in Kasachstan. Unmittelbar neben dem Testgelände befand sich eine kleine Stadt, die auf keiner Karte zu finden war. Nur Eingeweihte wussten, wo sie liegt. Dass sie sich direkt neben dem Testgelände befand, war kein Zufall, denn die Menschen dieser Stadt wurden ohne ihr Wissen als Testpersonen für die Auswirkungen von Atombomben benutzt.

So wurden immer nur dann Tests durchgeführt, wenn der Wind direkt auf die Stadt zusteuerte und es regnete. Später wurde dann getestet, wie die Menschen auf die atomare Verseuchung reagierten.

Diese Stadt existiert heute noch, und die Menschen wissen jetzt, was damals mit ihnen passiert ist.

Ein Arzt hatte über Jahre hinweg jeden Krankheitsfall dokumentiert, der mit der atomaren Verseuchung in Verbindung gebracht werden konnte. Er glaubte schon damals, dass die drastisch ansteigende Zahl der Menschen, die an Krebs starben, auf die Atombombentests zurückzuführen waren.

Die Menschen sind von der Regierung missbraucht worden, doch sie können nichts dagegen tun und werden nicht einmal entschädigt, insofern dies überhaupt möglich ist.

Eine ähnliche Situation spielte sich in Nevada ab. Auch hier wurden, und werden immer noch, allerdings nur noch unterirdisch, Atombombentests durchgeführt. In South Georgia, einer kleinen Stadt in der Nähe des Testgeländes starb beinahe jeder dritte Einwohner an Leukämie. Den Hinterbliebenen zahlt die Regierung eine Summe von 40.000 $ als Entschädigung. Doch nicht alle nehmen das Geld an, denn „ein Menschenleben lässt sich nicht mit Geld bezahlen oder durch irgendetwas ersetzen´´, so eine Frau, die ihren Vater, ihre Mutter, ihren Onkel und sogar ihr eigenes Kind elendig sterben sah.

Bis zum Jahr 2000 starben mehr als 3 Millionen Menschen an Krebs durch Atombombentests.

Die Informationen beruhen zum größten Teil auf einem Dokumentarfilm des WDR (September 2005).

Jan Jendrikowiak