Lautsprecherbau – seit 25 Jahren am HVG

Seit mehr als fünfundzwanzig Jahren besteht zwischen dem Gymnasium der Stadt Blomberg  – jetzt Hermann-Vöchting-Gymnasium – , vertreten durch den Mathematik- und Physiklehrer  Manfred Muntschick,  und der Firma „Klangmeister-Service“  in Lemgo  eine sehr erfolgreiche Zusammenarbeit hinsichtlich einer außerunterrichtlichen Projektarbeit „Lautsprecherbau“.

Auch in diesem Jahr 2010 bieten Dieter Fricke – Entwickler und Hersteller der legendären Ecouton-LQL-Lautsprecherserie – sowie  Dipl. Ing.  Georg  Stracke vom  „Klangmeister-Team“ ihre kostenfreie fachliche Unterstützung  an: Herzlichen Dank für dieses langjährige Sponsoring !

Für den Zuschnitt der Gehäuse aus hochwertigen Echtholz-furnierten Multiplex-Platten konnte in diesem Jahr die Tischlermeisterin Vivian Diers aus Lemgo gewonnen werden, die zum reinen Materialpreis die auf  Gehrung geschnittenen und mit den Chassis-Öffnungen versehenen Gehäuseplatten liefert und durch ihre Arbeit das Projekt ebenfalls großzügig sponsort: Auch hier herzlichen Dank !

Durch diese beiden Sponsoren kann der Preis eines Lautsprecherpaares auf ca. 330 €  begrenzt werden.

Dieses Projekt richtet sich an Schülerinnen und Schüler ab Jahrgangsstufe 10, für die das Hören von Musik jeder Art und Stilrichtung zu einem intensiven Erlebnis werden soll. Während die erste Anregung durch die Nutzung des MP3-Players und Internetradios u.ä. kommen mag, bietet sich mit diesen hochwertigen Lautsprechern die Möglichkeit, zu Hause die wahren Tiefen und Höhen eines Musikstückes im eigentlichen und im übertragenen Sinne zu entdecken.

Auf  Seiten der Schülerinnen und Schüler sind neben der Begeisterung für die Musik etwas handwerkliches Geschick zum Zusammenbau der Gehäuse und zu deren Oberflächenbearbeitung sowie ein wenig (elektro-)technisches Verständnis zum Aufbau und Verlöten der Frequenzweiche und zum Montieren und Verdrahten der Chassis erwünscht.

Am Ende des Projektes hat jeder Teilnehmer ein Paar  – sein Paar –  Lautsprecher hergestellt. Die Betreuung durch die Fa. „Klangmeister-Service“ umfasst, je nach  Absprache mit dem Fachlehrer, Beschaffung aller Materialien vom Gehäusezuschnitt bis zu den Elektronikkomponenten
Theorie der Schallwiedergabe durch einen Lautsprecher sowie Theorie der Frequenzweiche, Anleitung und Beaufsichtigung des Gehäusebaus einschließlich Oberflächenbearbeitung, Anleitung und Beaufsichtigung des Aufbauens (Lötens) der Frequenzweiche, Anleitung und Beaufsichtigung der Chassis-Montage und -Verdrahtung. Messung des Frequenzganges einer jeden Box , Endkontrolle

Die intensive individuelle Begleitung jedes einzelnen Arbeitsschritts führt bei den SchülerInnen zu einer hohen Identifikation mit seinem gebauten Boxenpaar und unterstützt den Erfolg des Projekts.

Am Ende erhalten die Schülerinnen und Schüler ein highendiges Lautsprecherpaar, dessen Wert ein Mehrfaches des Selbstkostenpreises darstellt. Die im schaltungstechnischen Konzept und in der
klanglichen Abstimmung der Boxen enthaltene jahrelange Erfahrung des „Klangmeister-Teams“, sein persönlicher Einsatz und sein Engagement während und auch nach der Bauphase sind unbezahlbar.

Gleiches gilt für die Tischlerei, die durch ihren selbstlosen Einsatz ein Premium-Gehäuse liefert, das jedem Fertiggehäuse in Qualität, Anmutung und Haltbarkeit weit überlegen ist.

Nach Beendigung des Projekts ist die Fa. „Klangmeister-Service“ für eventuelle Service-Fragen, aber auch für gewünschte klangliche Steigerungen („Updates“)  aufgrund ihrer räumlichen Nähe zur Region Blomberg der geeignete Ansprechpartner.

3 Kommentare » Schreibe einen Kommentar

  1. Und jetzt?
    War das nur Werbung, oder wird so ein Projekt tatsächlich geben? Wenn ja, für wen, wann und wie viel kostet es?

  2. Dieses Projekt gab es vor kurzem, welches von Herr Muntschick geleitet wurde bzw. geleitet wird. Wenn es genug Interessenten im nächsten Jahr geben sollte, denke ich, wird dieses Projekt wiederholt, da es das auch schon seit – wie oben im Artikel beschrieben – 25 Jahren gibt. Das Projekt hat pro Person 300 Euro gekostet, was sich erst viel anhört, aber man bekommt dann ein Endprodukt, welches im Handel um die 2000 Euro kosten würde und man hat selbst daran mitgearbeitet und kann sich z.B. die Farbe selbst aussuchen.

  3. Und schon Ende der 80er Jahre war dieses Projekt spitze! Wir waren – soweit ich mich erinnern kann – der erste Jahrgang, der tiefer ‚in die Tasche gegriffen‘ hatte und für ca. 800 DM einen Lsp baute, der baugleich mit der Ecouton LQL100 war (2400€). Vielen Dank nochmal an Manfred Muntschick und Dieter Fricke. So manche Leidenschaft für Musik und gute Wiedergabe wurde damals gefördert oder gar geweckt…