Beeindruckende Buchvorstellung

Buchvorstwellung: Sabine Schlotter und Bürgermeister Klaus Geise„Beeindruckend“, dachten oder sagten die zahlreichen Gäste, die in der Aula an der Vorstellung des Buches „Ich fühle mich angekommen – mittlerweile“  teilnahmen. 24 Schüler und Schülerinnen des HVG mit Migrationshintergrund erzählen – angeregt und befragt von ihrer Lehrerin Sabine Schlotter – stellvertretend für viele andere über ihre Integrationserfahrungen. Dieses Buch sollten viele lesen, um davon zu lernen, forderte Friedrich Brakemeier, der Vorsitzende des Lippischen Heimatbundes in seinen Begrüßungsworten. Auch Schulleiter Karsten Fahrenkamp und Bürgermeister Klaus Geise schlossen sich dieser Empfehlung an.

Sabine Schlotter bedankte sich bei ihren ehemaligen Schülerinnen und Schülern für ihre Erzählbereitschaft. In einem Interview mit ihrer ehemaligen Schülerin und jetzigen LZ-Journalistin Seda Hagemann wurde deutlich, dass die verschiedenen Erzählungen in exemplarischer Weise wichtige Probleme verdeutlichen. Etwa die Bedeutung der Religionen, natürlich die Bedeutung der Sprachen in Familie und Schule, aber auch die oft entscheidende Rolle der Mütter für das Mutigwerden ihrer Kinder. „Es ist sehr bereichernd, dass wir Kinder mit Migrationshintergrund bei uns haben. Die Schule ist bunter geworden. Auch als Nachbarn können wir andere Kulturen kennenlernen, wir müssen nur danach fragen“,  fasste Sabine Schlotter ihre Erfahrungen  zusammen.

Bürgermeister Klaus Geise vermutete, dass durch die engen Kontakte zu den niederländischen Einwohnern die Blomberger „einen Tuck“ integrationsbereiter gewesen seien als manche Großstädter. Beispielhaft für die Bemühungen nannte er das jahrelange ehrenamtliche Engagement für die Einbindung neuer Einwohner mit Migrationshintergrund. „Die Welt ist bunt. Jedes Individuum stützen, dazu braucht’s Toleranz, dazu braucht’s Hilfestellung.“

Dass sich auch musikalische Kulturen schon immer gegenseitig angeregt haben, bewiesen das Klavierduo Svenja Rissiek und Jasmin Naal-Glaßer mit Dvoraks „Slawischem Tanz“ oder mit Mozarts „Rondo alla turca“. Viel Beifall gab es für Onur Yigits türkische Lieder auf der „Sass“.

Das Buch „Ich fühle mich angekommen – mittlerweile“ ist in den lokalen Buchhandlungen erhältlich.

Kommentare sind geschlossen.