Das Blomberger „Hermann-Vöchting-Gymnasium“

Der Rat der Stadt Blomberg hat einstimmig beschlossen, unserer Schule den Namen „Hermann-Vöchting-Gymnasium zu geben.

Von der Schulkonferenz war der Name „Hermann-Vöchting-Gymnasium“, Gymnasium der Stadt Blomberg, vorgeschlagen worden. Nach der Präsentation verschiedener Namensvorschläge war in einer Abstimmung aller SchülerInnen, Eltern und Lehrer eine Mehrheit für diesen Namensvorschlag ermittelt worden. Die Schulkonferenz folgte mit ihrem Antrag an die Stadt Blomberg diesem Votum.

Abgebildet hier eine seiner berühmten Zeichnungen aus seinem Hauptwerk „Über Organbildung im Pflanzenreich (1878)“

Hermann Vöchting wurde am 8. Februar 1847 in Blomberg geboren und starb am 24. November 1917 in Tübingen. Er war ordentlicher Professor an der Universität Tübingen und außerdem ein führender Wissenschaftler der Botanik seiner Zeit. Die Stadt Blomberg verdankt der Familie Voechting die Bezeichnung als „Nelkenstadt“.

Hermann Vöchting hat folgende Bücher veröffentlicht:

  • Die Botanische Anstalt
  • Über Organbildung im Pflanzenreich
  • Über Organbildung im Pflanzenreich. Physiologische Untersuchungen über Wachstumsursachen und Lebenseinheiten
  • Untersuchungen zur experimentellen Anatomie und Pathologie des Pflanzenkörpers

Einen Einblick in seine Forschungen gibt zum Beispiel der Bericht „Über den Einfluss der strahlenden Wärme auf die Blüthenentwicklung der Magnolien“ aus dem Jahre 1888, veröffentlicht in der „Naturwissenschaftlichen Rundschau“.

Sein bekanntestes Werk heißt: Über Organbildung im Pflanzenreich (1878), Physiologische Untersuchungen über Wachsthumsursachen und Lebenseinheiten – Erster Theil

Hier ein modern klingendes Originalzitat aus dem Schlusskapitel seines Hauptwerkes – in Originalschreibweise:

So führt also Alles zu der Annahme, dass in dem Stoff- und Kräftecomplex jeder einzelnen lebendigen vegetativen Zelle des Organismus die Möglichkeit zur Reproduction der Totalität mit ihrer mannigfachen Gliederung gegeben ist. Man kann sagen, dass in jeder einzelnen Zelle des Organismus das Ganze implcite enthalten sei, dass das letztere gewisser Maassen in jedem Einzelelement schlummere; nur muss man dabei stets im Auge behalten, dass diese Ausdrucksweise eine lediglich metaphorische Bedeutung hat. Am complexen Organismus ist jede Zelle nur Theil eines Ganzen, welcher für diesen eine bestimmte Function erfüllt; erst mit ihrer Isolirung hören die Beziehungen zur Totalität auf, und nun treten die Bedingungen ein, vermöge deren sie sich zum Ganzen zu entwickeln strebt.